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11.10.2010

Gütegemeinschaft Fertigkeller feiert Branchenjubiläum: 30 Jahre Gütesicherung im Fertigkellerbau

Bad Honnef. Die Fertigkeller-Branche feiert in diesem Jahr das 30. Jubiläum ihrer gemeinsamen Gütesicherung. 1980 haben sich erstmals Hersteller von Kellern in Fertigbauweise zusammengeschlossen, um gemeinsame Qualitätsstandards festzulegen. Seit 1987 tragen die führenden Kellerbau-Unternehmen als Mitglieder der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) das renommierte „RAL-Gütezeichen Fertigkeller“. Dieses Siegel wird von der unabhängigen Bundesgütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser (BMF) für kontrollierte Qualität im Fertigkellerbau nach Prüfungen im Werk und auf der Baustelle für ein Jahr vergeben. Überwacht werden unter anderem der Fertigungsprozess, die Baumaterialien und der Service.

Alles begann im März 1980 in einem Frankfurter Hotel. Damals trafen sich Vertreter von einigen Fertigkeller-Herstellern und gründeten einen „Arbeitskreis für Fertigkeller“. Bezeichnend: Den Anstoß zur Gründung des Gremiums hatten Hersteller von Fertighäusern gegeben. „Fertighaus und Fertigkeller gehören einfach zusammen“, glaubt Hans Braun, der seit 1987 mit einer Unterbrechung Vorsitzender der GÜF ist. Fertighäuser und Fertigkeller werden aus in Produktionshallen vorgefertigten Bauelementen in kurzer Zeit auf der Baustelle montiert. Kosten und Montagedatum werden mit dem Bauherrn verbindlich vereinbart. „Wenn Haus- und Kellerhersteller kooperieren, ist von den Versorgungsanschlüssen über die Wärmedämmung bis zu den zeitlichen Abläufen alles optimal aufeinander abgestimmt. Für den Kunden ist diese Kombination bei Qualität und Service unschlagbar“, erläutert Braun.

Die Bauteile für Fertigkeller werden wetterunabhängig aus wasserundurchlässigem Beton im Werk produziert. Jeder Keller wird an das Grundstück angepasst und individuell nach Kundenwünschen geplant. Bei Bedarf können die Keller komplett wärmegedämmt werden. Das ist insbesondere dann notwendig, wenn das Untergeschoss zum Wohnen genutzt wird oder eine offene Kellertreppe vorhanden ist.

Aktuell gehören der GÜF sechs Unternehmen an: Bürkle Keller (Sasbach), Fingerhut (Neunkhausen), Glatthaar Fertigkeller (Schramberg-Waldmössingen), Knecht Fertigteilkeller (Metzingen), MB Effizienzkeller (Frankenberg/Eder) und Partnerbau Braun (Niederahr). Sie können auf Erfahrung aus mehr als 50.000 gebauten Kellern verweisen. Wirtschaftlich sieht Braun gute Perspektiven für die Branche. „Die Vorfertigung bürgt für hohe Qualität. Außerdem garantiert unsere Bauweise zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit im Keller. Das erkennen immer mehr Bauherren“, so der Kellerexperte, der mit steigenden Umsätzen und Stückzahlen rechnet.

Ziel der Branche ist eine noch engere Kooperation mit den Fertighaus-Herstellern. Auch deshalb wird das Gütesicherungs-Jubiläum gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF), dem die 45 führenden Fertigbau-Unternehmen angehören, am 5. November 2010 im Rahmen des 14. Forums Intelligentes Bauen in Wolfsburg gefeiert. Die traditionsreiche Vortragsveranstaltung der Fertigbau-Branche wartet in diesem Jahr unter anderem mit „Auto-Papst“ Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer und dem ehemaligen CDU-Generalsekretär Dr. Heiner Geißler als Referenten auf.
 


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