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27.05.2026

Fertigkeller schaffen effizient und planungssicher neuen Wohnraum

Serielles Bauen geht auch unter der Erde

Bad Honnef. Das serielle Bauen ist ein großer Hoffnungsträger für neuen Wohnraum in kurzer Zeit und zu sicher kalkulierbaren Kosten. Es basiert auf der industriellen Vorfertigung von Bauelementen, die mit gleichbleibend hoher Qualität hergestellt und dann einfach und effizient zu kundenindividuellen Gebäuden zusammengefügt werden können. „Diese Art zu bauen hat sich schon lange bewährt und bietet gleichzeitig noch großes Potenzial. Die Fertigkellerindustrie zeigt, dass serielles Bauen auch unter der Erde sehr gut möglich ist und hier komfortablen Wohnraum schafft“, sagt Florian Geisser von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).

 

Mehr als 90 Prozent der Keller von GÜF-Unternehmen werden mindestens anteilig zum Wohnen geplant und ausgestattet. Denn ein moderner Wohnkeller bietet gegenüber einem kellerlosen Haus rund 40 Prozent mehr Wohn- und Nutzfläche, kostet aber im Vergleich weniger als ein zusätzliches Obergeschoss. Im Vergleich zu reinen Nutzkellern weisen Wohnkeller meist höhere Decken und eine bessere Wärmedämmung auf. Sie können in das energetische Gesamtkonzept und die Lüftungsanlage des Gebäudes eingebunden werden. Moderne Fensterlösungen lenken Tageslicht auch im Untergeschoss dorthin, wohin es gebraucht oder gewünscht wird. „Wer kosteneffizient bauen möchte, sollte auch sein Grundstück effizient nutzen – das gelingt mit einem individuell geplanten Fertigkeller aus serieller Vorfertigung“, erklärt Florian Geisser vom GÜF-Unternehmen Bürkle Kellerbau aus dem badischen Sasbach.

 

Die Besonderheit bei den GÜF-Mitgliedern: Sie vereinen Planungs- und Kostenvorteile der Fertigbauweise mit Qualitäts- und Serviceversprechen des RAL-Gütezeichens „Fertigkeller“, wie zum Beispiel einer Festpreisgarantie, Termintreue und hoher Materialqualität. Um das Gütezeichen zu bekommen, müssen die Unternehmen jährlich die Einhaltung umfassender Güte- und Prüfbestimmungen nachweisen. Ihre Bauten werden als Stahlbetonkonstruktion mit Abdichtung nach WU-Richtlinie für „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ ausgeführt. Sie bleiben selbst bei ständig drückendem Wasser und sogar bei Feuer standfest.

 

„Die Fertigbauweise ermöglicht einen reibungslosen Bauablauf und -fortschritt“, sagt Florian Geisser und führt aus: „Betonfertigteile besitzen unter Berücksichtigung ihrer passgenauen und recht kurzen Fertigungszeit Vorteile gegenüber der Ortbetonbauweise und nehmen daher im Wohnungsbau signifikant zu.“ Gerade bei der innerstädtischen Nachverdichtung punkte die Fertigbauweise mit ihrer guten Planbarkeit und kurzen Montagedauer und damit weniger Beeinträchtigungen der umliegenden Infrastruktur.

 

Im seriellen Wohnungsbau bringen die Fertigkellerhersteller immer öfter – zusätzlich zu gütegeprüften Wohnkellern und Bodenplatten für alle erdenklichen Grundstückssituationen sowie baustatischen Anforderungen – auch aussteifende Konstruktionen über die Kellerdecke hinaus ein. Ebenso zählen Aufzugschächte und Treppenhaustürme, welche die strengen Kriterien in den Bereichen Schall- und Brandschutz ab Gebäudeklasse 3 erfüllen, zu ihrem Portfolio aus industrieller Vorfertigung. Außerdem das Errichten von Tiefgaragen inklusive Rampen, das Einbringen der Dämmung und Entwässerungsanlagen unter der Bodenplatte und an der Außenwand des Kellergeschosses sowie der Einbau von Lichtschächten und Treppenanlagen in Stahlbeton. „Deutschland braucht mehr Wohnungsbau, und zwar schnell, effizient und nachhaltig. Dazu kann die Fertigkellerindustrie einen wertvollen Beitrag leisten“, schließt Geisser. GÜF/FT

 

Bild:

Fertigteile aus serieller Produktion bieten Vorteile für planungssichere und effiziente Bauvorhaben – auch unter der Erde. Foto: GÜF/Glatthaar Keller 

 

Weitere Informationen unter www.kellerbau.info

 
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