Presse & Aktuelles




24.09.2026

Bauherren sollten Mehrkosten und Einsparmöglichkeiten gegenüberstellen

Beim Hausbau mit dem Keller rechnen

Bad Honnef. Wer sein Haus auf einen Keller baut, muss nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit neuen Einsparmöglichkeiten rechnen – die können das Bauvorhaben insgesamt günstiger machen und oben drein den Mehrwert zusätzlicher Wohnfläche in die Waagschale werfen. „Bei der Frage ‚Keller ja oder nein?‘ macht es keinen Sinn, nur auf die reinen Baukosten für das Untergeschoss zu blicken. Die Gesamtplanung muss passen, und zwar dauerhaft“, so Bernd Hetzer von der Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF).

 

Für das Grundstück wie auch das Bauwerk darauf gilt: Mehr Quadratmeter Fläche gleich höhere Kosten. Niedriger fallen die Zusatzkosten allerdings aus, wenn man in die Tiefe statt in die Höhe oder in die Breite baut, denn im Keller ist der Quadratmeterpreis am kleinsten – und das, obwohl der Wohnraum dort heute nicht weniger Komfort bietet als im Erd- oder Obergeschoss. „Viel öfter als man denkt, sind die tatsächlichen Mehrkosten für einen Keller gegenüber einem Hausbau auf Bodenplatte nur unwesentlich höher. Wer von Anfang an mit Keller plant und dafür oberirdisch kleiner baut oder auch schon ein etwas kleineres Grundstück aussucht, kann mit einem Keller sogar günstiger landen“, sagt Bernd Hetzer, Prokurist beim GÜF-Mitglied Knecht Kellerbau in Metzingen. Denn richtig bebaut könne auch ein kleines Grundstück noch reichlich Platz für einen schönen Garten bieten. „Der Keller jedenfalls macht Garten und Terrasse nicht kleiner, außerdem wird ein Gartenhaus für zusätzlichen Stauraum entbehrlich“, so der GÜF-Experte.

 

Denn neben komfortabler Wohnfläche mit innovativen Lösungen für Tageslicht, mit Heizung, Lüftung, Wärmedämmung und angenehmer Deckenhöhe warten moderne Kellerräume auch heute noch mit praktischer Nutzfläche für die Haustechnik, für Vorräte oder die Gartenmöbel auf. „Diese Funktionen möchte kein Bauherr missen“, sagt Bernd Hetzer.

 

Kellerräume später ausbauen?

Eine Krux des Kellers ist es allerdings, dass er sich nicht nachrüsten lässt. Das erhöht den Druck bei der Entscheidungsfindung des Bauherrn: Wer ohne Keller anfängt, muss dauerhaft ohne Keller auskommen und damit auf den Mehrwert der dortigen Wohn- und Nutzfläche verzichten. „Ein Kompromiss kann es sein, mit Keller zu bauen, die Räume dort allerdings erst später auszubauen.“ Je nach Raumausstattung und Kellergröße könnten so zu bis 20.000 Euro der anfänglichen Bausumme eingespart werden. 

 

Insbesondere für handwerklich versierte Bauherren, die den Ausbau ihres neuen Hauses in Eigenleistung erbringen, ist dieses Modell eine Überlegung wert. Weniger Sinn macht es bei einer schlüsselfertigen Bauausführung des Hauses. „Dann sollten die Arbeiten der Fachhandwerker eher nicht an der Kellertreppe enden, sondern möglichst effizient in einem Arbeitsgang erledigt werden“, gibt der Experte zu bedenken. „Es kommt auf die Gesamtplanung an. Die muss passen, um möglichst großen und dauerhaften Wohnkomfort aus dem individuellen Budget herauszuholen – denn darauf zielt der Bauherr schließlich ab“, schließt Bernd Hetzer. GÜF/FT

 

Bild: Ein Keller kann die oberen Stockwerke sinnvoll entlasten und ergänzen. Foto: GÜF/Knecht Kellerbau/KAMPA/Michael Christian Peters

 

Weitere Informationen unter www.kellerbau.info

 
Download #1 PM-2026-GUEF-Kosten-sparen-Kellerbau.jpg


‹ zur News-Übersicht


Mitglieder der GÜF