
07.10.2026 | ||
Darum ist der Keller der beste Platz für Heizung, Lüftung und Co. | ||
Kein Neubau ohne Technikraum | ||
Bad Honnef. Wer ein Eigenheim baut, muss zahlreiche Entscheidungen für ein langfristig komfortables Zuhause treffen. Eine der zentralen Fragen bei der Gebäudeplanung betrifft die Platzierung der modernen Haustechnik für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Automation. Die Gütegemeinschaft Fertigkeller (GÜF) weist darauf hin, dass das Untergeschoss hierfür der mit Abstand beste Ort ist. „Für moderne Haustechnik braucht es schnell 10 bis 15 Quadratmeter Fläche – wer beim Hausbau auf einen Keller verzichtet, verliert diesen wertvollen Wohnraum im Erd- oder Obergeschoss“, sagt Christian Kunz vom GÜF-Mitgliedsunternehmen Weiss Holzhausbau und Haustechnik aus Oberrot.
Flächen- und kosteneffiziente Bauplanung steht bei vielen Bauherren hoch im Kurs. Denn sowohl Baugrund als auch Baumaterialien haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend verteuert. Dabei ist gerade der Keller noch das kostengünstigste Stockwerk: Mehrkosten von durchschnittlich 20 Prozent gegenüber einem kellerlosen Haus steht eine zusätzliche Wohn- und Nutzfläche von bis zu 40 Prozent gegenüber. „Schon das allein legt die Entscheidung nahe, Nutzfläche wie den Technikraum ganz unten einzuplanen“, so GÜF-Experte Christian Kunz. Und wer auf einem kleineren Grundstück in die Tiefe statt auf einem größeren in die Breite baue, spare auch bereits beim Grundstückskauf.
Hinzu kommt, dass viele technische Geräte Störgeräusche und Wärme entwickeln, die den Wohnkomfort in den Hauptwohnräumen beeinträchtigen können. Auch deshalb sind sie besser im Keller aufgehoben. „Nicht zuletzt ist der Technikraum weniger in die täglichen Abläufe eingebunden wie es zum Beispiel das Wohnzimmer und die Küche oder auch das Schlaf- und Badezimmer sind – selbst, wenn neben der Heizung auch noch die Waschmaschine steht“, gibt Kunz zu bedenken. Zwar besäßen technische Komponenten heute große Bedeutung für das Komfort- und Sicherheitsempfinden in den eigenen vier Wänden. Die Geräte dafür würden aber eher im Hintergrund stehen und nur im Bedarfsfall aufgesucht, etwa bei einer Störung. „Der Weg dorthin darf dann auch ruhig ein paar Meter weiter sein als der ins Badezimmer oder in die Küche.“
Christian Kunz empfiehlt daher, bei der Grundrissplanung von Anfang an über eine Variante mit Keller nachzudenken und Kosten sowie Nutzen gegenüberzustellen. Neben einer Vollunterkellerung könne je nach Grundstück und Budget auch ein Teilkeller Sinn machen, der mindestens genug Nutzfläche für die Haustechnik und weitere Dinge bereithält. Die Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft Fertigkeller errichten Keller unterschiedlichster Größe und Ausstattung entsprechend den Güte- und Prüfbestimmungen „RAL-GZ 518“. Neben zusätzlicher Wohn- und Nutzfläche steht das RAL-Gütezeichen für ein dauerhaft sicheres Fundament für den gesamten Hausbau. GÜF/FT
Bild 1: Für moderne Haustechnik braucht es schnell 10 bis 15 Quadratmeter Fläche – am besten im Keller. Foto: GÜF/Fertighaus WEISS/Michael Christian Peters
Bild 2: In Hanglage ebenso wie auf ebenem Baugrund: Ein Fertigkeller ist ein dauerhaft sicheres Fundament für den Hausbau. Foto: GÜF/Fertighaus WEISS/Michael Christian Peters | ||
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